Kaufberatung Elise S1: Unterschied zwischen den Versionen

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Der [[Die Elise Familie|Artikel 'die Elise-Familie']] gibt einen Überblick zu den verschiedenen Lotus Fahrzeugen der Elise-Familie. Die Elise S1 ist das erste Fahrzeug dieser Familie - quasi die Ur-Elise -, die das Konzept des leichtgewichtigen Roadsters überzeugend umsetzt. Neben dem geringen Gewicht und exzellenten Fahreigenschaften ist es vor allem ihr Design, das an legendäre Sportwagen aus den 60ern (vergleiche Ferrari Dino 206SP, Lotus 23, Ford GT40, Lamborghini Miura, Ginetta G12) erinnert, das dieses Fahrzeug so beliebt macht.
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Der [[Die Elise Familie|Artikel 'die Elise-Familie']] gibt einen Überblick zu den verschiedenen Lotus Fahrzeugen der Elise-Familie. Die Elise S1 ist das erste Fahrzeug dieser Familie - quasi die Ur-Elise -, die das Konzept des leichtgewichtigen Roadsters überzeugend umsetzt. Neben dem geringen Gewicht und exzellenten Fahreigenschaften ist es vor allem ihr Design, das an legendäre Sportwagen aus den 60ern (vergleiche Ferrari 250 LM, Dino 246, Ford GT40, Lamborghini Miura, Ginetta G12) erinnert, das dieses Fahrzeug so beliebt macht.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==

Aktuelle Version vom 21. November 2017, 15:39 Uhr

Dies ist die Kaufberatung für die Elise S1 bis Baujahr 2001. Für die späteren Modelle oder den Exige gibt es eine eigene Seite.

Bild einer Lotus Elise S1
Lotus Elise S1

Der Artikel 'die Elise-Familie' gibt einen Überblick zu den verschiedenen Lotus Fahrzeugen der Elise-Familie. Die Elise S1 ist das erste Fahrzeug dieser Familie - quasi die Ur-Elise -, die das Konzept des leichtgewichtigen Roadsters überzeugend umsetzt. Neben dem geringen Gewicht und exzellenten Fahreigenschaften ist es vor allem ihr Design, das an legendäre Sportwagen aus den 60ern (vergleiche Ferrari 250 LM, Dino 246, Ford GT40, Lamborghini Miura, Ginetta G12) erinnert, das dieses Fahrzeug so beliebt macht.

Geschichte

Anfang der 90er Jahre machte Lotus schwere Zeiten durch. Lotus bestand seit 1959 aus drei Firmen. Team Lotus, der legeändere Formel 1 Rennstall, feierte keine werbewirksamen Erfolge mehr, verschuldete sich stark und ging schließlich 1996 insolvent. Lotus Cars ltd., der Fahrzeughersteller, machte Verluste, da der Elan M100 wirtschaftlich kein Erfolg war und die Verkaufszahlen des Esprit, der zu diesem Zeitpunkt bereits fast 20 Jahren produziert wurde, sanken. Nur Lotus Engineering Ltd., der Entwicklungsbetrieb, machte Gewinn als Berater für andere Autohersteller. 1993 kaufte Bugatti Industries unter Leitung und Besitz von Romano Artioli die Group Lotus (Lotus Cars und Lotus Engineering) von GM und initiierte eine neue Modellfamilie (von der jedoch nur die Elise realisiert wurde).

Das anfangs M111 (One Eleven) genannte Projekt wurde Januar 1994 vom Vorstand freigegeben und hatte die Zielsetzung, zu den alten Lotus Werten "performance through lightweight" (Leistung durch Leichtbau) zurückzukehren und die Nachfolge des Seven oder Typ 26 Elan anzutreten. Um die Neuentwicklung finanzieren zu können, wurde der Entwicklungsetat von Lotus Engineering für zwei Jahre verwendet, so dass die Elise im Gegenzug auch als Technologiedemonstrator für die aktuellen Themen von Lotus Engineering dienen sollte. Die gesamten Entwicklungskosten der Elise S1 sollen nur 5 Mio. Britische Pfund betragen haben, was weniger ist, als ein namhafter Autobauer heutzutage für die Entwicklung eines Scheinwerfers ausgibt. Die Zeitvorgabe für die gesamte Entwicklung betrug weniger als zwei Jahre, um die frei werden Produktionskapazitäten nach der Einstellung des Elan M100 im August 1995 nahtlos auslasten zu können. Dieser knappe Zeit- und Kostenrahmens macht die Leistung des Entwicklungsteams um Tony Shute, Julian Thompson, Richard Rackham und Russell Carr so außergewöhnlich.

Am 12. September 1995 wurde ein erstes (noch nicht ganz fertig entwickeltes) inzwischen Elise getauftes Showcar auf der ILA in Frankfurt der Öffentlichkeit präsentiert. (Der Namen 'Elise' stammt von Romano Artioli zu Ehren seiner Enkelin Elisa.)

Die erste Auslieferung fand August 1996 statt. Zu der Zeit hatte Lotus bereits 1 300 Vorbestellungen mit Anzahlung.

Oktober 1996 wurde Group Lotus an die malaysische Firma Proton verkauft (seit 2012 gehört Proton zum DRB-HICOM Konzern).

Geplant war für die Elise eine Produktionszeit von drei Jahren und 2 700 Stück. Die letzte Elise der ersten Serie wurde 2001 produziert und die Gesamtproduktionszahl überstieg 10 000 Stück.

Weitere Informationen zur Geschichte der Elise im Film „Lotus Elise: The Inside Story“ oder Literatur wie „Lotus Elise“, Alastair Clements, Haynes, 2009.

Charakter

Innenraum der Elise S1
Pedale aus extrudieren Aluminiumprofilen der Elise S1 (c) Lotus

Durch die oben beschriebene Geschichte waren die Rahmenbedingungen bei der Entwicklung: eine Gruppe technikbesessener Ingenieure, wenig Zeit, wenig Geld und ein junges, kreatives Design-Team. Dadurch entstand ein auf den ersten Blick widersprüchliches Fahrzeug. Auf der einen Seite extremer Leichtbau, bewährte Motorsportelemente, absolutes High-Tech (Rahmen, Bremsen) und aufwändige Designelemente (Pedale, Türscharniere). Andererseits billig anmutende Plastik-Bedienelemente aus dem Programm anderer Fahrzeughersteller (Fensterkurbeln, Lichtschalter), ein altmodischer Stahl-Benzintank, eine Karosserie im 60er-Jahre-Retrodesign, viele Jahre bevor Retro in Mode kam und das Ganze angetrieben von einem Motor, bekannt aus Mamis Einkaufswagen (dem Rover 200 – für Engländer zu der Zeit das, was bei uns der VW Golf III war).

Die Elise fand aber schnell eine große Fangemeinde, die genau diese Mischung zu schätzen weiß. Ein Auto, das aussieht wie ein Oldtimer, aber ein besseres Handling als viele moderne Sportwagen hat, mit kleinen Schwächen die Charakter verleihen und kein langweiliger Einheitsbrei moderner Großserienwagen. Colin Chapmans Motto "performance through lightweight" funktioniert immer noch. Geringes Gewicht sorgt für gute Beschleunigung trotz relativ kleinem Motor, hohe Kurvengeschwindigkeiten und hohe Verzögerung. Der Rover K Großserienmotor hat einen geringen Verbrauch, günstige Ersatzteilpreise und hilft für niedrige Unterhaltskosten.

Der sehr steife Rahmen und die aus dem Motorsport übernommene Konstruktion von Fahrwerk, Lenkung (ohne Servo) und Bremse (ohne Bremskraftverstärker) ermöglichen ein Fahrgefühl, dass man sonst nur von Rennwagen oder Gokarts kennt. Bei Federung und Dämpfung ist der Spagat zwischen sportlich straff und ausreichend komfortabel gelungen. Die Elise schafft wie kaum ein anderes Auto die direkte Verbindung von Mensch und Maschine und gibt eine sehr feinfühlige Rückmeldung über das, was zwischen dem Auto und der Straße passiert. Viele Jahre war die Elise S1 bei Autotests daher die Referenz für gutes Handling.

Die Elise ist eines der letzten sogenannten "analogen" Autos, bei dem man noch alles direkt und ungefiltert im Griff hat und bietet das pure, unverfälschte Fahrvergnügen.

Ihre Stärken kann die Elise auf möglichst kurvigen Straßen ausspielen (Autobahnfahrten machen eher weniger Spaß). Aus dem Grund ist die Routenwahl (siehe Streckentipps) der meisten Elise-Fahrer auch ähnlich zu Motorradfahrern.

Fahrleistungen

Selbst die leistungsschwächste Elise S1 mit nur 120 PS schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden und ist in 18 Sekunden auf 160 km/h. Die Bandbreite reicht bis zum 340R mit 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit mit 120 PS ist 202 km/h und ist selbst bei den leistungsstärkeren Modellen wegen der kurzen Getriebeübersetzungen nicht wesentlich höher (z. B. Exige S1 mit 220 km/h).

Varianten

Von der Elise S1 gibt es drei Varianten als Straßenfahrzeug, mehrere Varianten für Rennstreckeneinsatz (meist auch mit Straßenzulassung), dazu den Exige und 340R plus den Exoten 'Elise GT1'. Die Angaben zu den produzierten Stückzahlen schwanken je nach Quelle.
Das Modell Trofeo war ein Sondermodell für einen Markencup in Italien und wird oft auch als Conrero bezeichnet (Conrero war der Motortuner der Trofeo).
Die Modelle Sport 135, 160 und 190 haben einen leistungsgesteigerten Motor und je nach Modell diverse Motorsport-Modifikationen.
Das Modell Motorsport war eine von Lotus Sport speziell für einen Markencup gebaute Kleinserie von reinen Rennfahrzeugen. Dieses Modell wurde zum straßenzugelassenen Exige weiterentwickelt, von dem 2000 bis 2001 604 Stück gebaut wurden.
Dazu kommt noch der außergewöhnliche 340R, der speziell für Hobby-Rennstreckenbetrieb (Tackdays) entwickelt wurde. Der 340R hat aus Gewichtsgründen eine extrem abgespeckte Karosserie und Innenausstattung ohne Türen, Dach/Verdeck, Kofferraum und Kotflügel. Dadurch wurde ein Leergewicht von unter 700 kg erreicht.

Modell Motorleistung Leermasse1 Produktionszeitraum ↓ produzierte Stückzahl
Elise S1 MMC.jpg Elise S1 (M111) 120 PS (88 kW) 690 bis 755 kg 06/1996 - 2000 8622 - 8743
Elise Trofeo.jpg Elise Trofeo 155 PS  ? kg 1996 - 1997 23
  Elise GT1 (Typ 115) 588 PS (432 kW) ca. 900 kg 1997 8
S1 Sport190.jpg Elise S1 Sport 190 192 PS (141 kW) 673 kg 1997 3422
  Elise S1 Sport 135 137 PS (101 kW) 740 kg 10/1998 - 1999 1. Serie: 50
2. Serie: 35
S1 111S.jpg Elise S1 111S 146 PS (107 kW) 770 kg 01/1999 - 2000 1483 - 1489
340R.jpg 340R 180 PS (133 kW) 675 kg 01/2000 - ?/2000 340
S1 S160.jpg Elise Sport 160 160/147 PS (118/108 kW) 715 kg 02/2000 - 2001 1. Serie mit 160 PS: 50
2. Serie mit 147 PS: 261 - 287
Motorsport elise.jpg Motorsport Elise 192 PS (141 kW) 700 kg 2000 61
Exige S1.jpg Exige S1 180 PS (133 kW) 785 kg 06/2000 - 2002 604

1) Leermasse laut Lotus
2) Hinzukommt eine unbekannte Anzahl von Lotus Sport auf 190 umgebaute Standard-Kundenfahrzeuge

Welche Motorvarianten des Rover K genau verwendet wurden, ist auf der Seite 'Rover K'.

In den Produktionszahlen der Standard oder 111S enthalten sind neben der Sport 190 die Sondermodelle (50th Anniversary Edition, Heritage, 79, 49, Millenium), die als Unterschied nur spezielle Lackierungen, Felgenfarben und Innenausstattung haben.

Sondermodell Grundmodell Produktionszeitraum ↓ Stückzahl Wagenfarbe Farbe Innenraum
  50th Anniversary Elise S1 Anfang 1999 50 oder 51 Grün metallic (B37 Anniversary Green), Felgen Gold Grün/Beige
  Heritage (auch JPS genannt) Elise S1 oder 111S ab 07/1999 100 nur LHD JPS (Schwarz mit goldenen Gittern und Felgen) mit goldenem Alcantara
  79 Elise S1 oder 111S ab 07/1999 22 nur RHD JPS (Schwarz mit goldenen Gittern und Felgen) mit goldenem Alcantara
S1 49.jpg 49 Elise S1 oder 111S ab 10/1999  ? Gold Leaf (Rot/Gold/Weiß) oder Gelb/Gold/Weiß mit goldenen Felgen mit rotem Alcantara
  Millenium Special Edition Elise S1 oder 111S ab 10/1999  ? Atlantic Blau Perleffekt mit blauem Alcantara


Link: Unterschiede der Modelle und Ausstattung


Die Elise S1 erfuhr während ihrer Produktionszeit ein paar Änderungen. Die wichtigsten sind:
(Angegebenen ist das offizielle Datum der Übernahme der Änderung in die Serie. Es gab vereinzelt Fahrzeuge, bei denen diese Änderungen schon früher verbaut wurden. Dies ist teilweise im Parts Manual angegeben.)

  • 02/1997: stärkerer Anlasser (1,4 kW statt 1,0 kW)
  • 09/1997: Änderungen an Chassis und Kühlsystem für die optionale Klimaanlage
  • 10/1997: geänderter Kabelbaum und Sicherungskasten
  • 12/1997: Wasserabweiser-Bleche für die Bremsscheiben
  • 05/1998: neue Befestigungsholme für das Soft-Top
  • 06/1998: Stahlbremsscheiben statt MMC-Bremsscheiben
  • 09/1998: in die Heck-Clam integrierter Kofferraum (statt Stoffsack und doppelter Kofferraumklappe)
  • 12/1998: neue hintere Spurstangen
  • 01/1999: geänderter Heckscheibenrahmen und Motorhaube aus GFK
  • 11/1999: hinterer Radträger aus Schmiedestahl statt Alu (Grund: geringere Produktionskosten - Stahl pro Seite 0,5 kg schwerer)
Bild einer Lotus Elise S1 mit früher Version des Kofferraums
Lotus Elise mit Kofferraumsack und doppelter Klappe
Bild einer Lotus Elise S1 mit später Version des Kofferraums
Lotus Elise mit integriertem Kofferraum

Entscheidend sind die Änderungen der Bremse und des Kofferraums 1998. Die vorher gebauten Elisen werden häufig wegen ihrer Bremsscheiben als "MMC-Elisen" bezeichnet. Ihr größter Vorteil ist ein geringeres Gewicht. Praktischer im Gebrauch ist der integrierte Kofferraum und die MMC-Bremsen sind bei Nässe umstritten und nicht für die Rennstrecke geeignet. Außerdem stieg die Verarbeitungsqualität mit der Zeit merklich.


Welches Modell soll man kaufen?
Der Einsatzzweck der Elise ist so individuell wie ihre Fahrer, daher gibt es keine generelle Empfehlung für den Gebrauchtwagenkauf. Die Elise wird als Sammler-/Liebhaberstück, Alltagsauto, Cabrio (Roadster) zum gemütlich Tourenfahren, Sportwagen, Trackday-Spielzeug und Rennwagen gekauft und genutzt.

  • Sammler sollten in erster Linie nach Originalzustand und seltenen Modellen (möglichst in Originalzustand) suchen. Je geringer die produzierte Stückzahl ist, desto höher ist in der Regel der Preis, aber auch das Wertsteigerungspotenzial (z. B. GT1 >700.000 Euro).
  • Als Alltagswagen und Cabrio zum Cruisen bieten sich das Standardmodell und die 111S, beide mit Beseitigung der Schwachstellen an. Speziell für die Rennstrecke gebaute Fahrzeuge, wie die Sport 190, Exige oder von Vorbesitzern umgebaute Fahrzeuge sind meist weniger alltagstauglich (z. B. geringe Bodenfreiheit, hartes Fahrwerk, Motorleistung auf hohe Drehzahl ausgelegt, 4-/6-Punkt-Gurt, Überrollkäfig oder verstärkter Überrollbügel, Sitz nicht verstellbar, Feuerlöscher unbequem für den Beifahrer, kleiner oder kein Kofferraum).
  • Für sportliches Fahren bieten sich die 111S oder Standard mit leicht getuntem Motor (entsprechend der Sport 135), Beseitigung der Schwachstellen und verbessertem Fahrwerk an.
  • Jede Elise kann mit relativ geringen Modifikationen auf Trackdays eingesetzt werden. Häufig wird bei reinen Trackday-Fahrzeugen der Motor erheblich getunt oder ein Motorumbau vorgenommen und Fahrwerk, Bremsen und Reifen aufgerüstet. Die von Lotus ursprünglich für Trackdays vorgesehenen Modelle Sport 160, Sport 190, Exige und 340R sind natürlich auch sehr gut geeignet, werden aber aufgrund ihrer Preisentwicklung zunehmend zu Sammlerstücken.
  • Für reine Rennfahrzeuge bietet der Exige eine bessere Basis als die Elise.


Wieviel Motorleistung braucht man?
Hier herrscht stark unterschiedliche Meinung unter den Elise-Fahrern. Gerade von langjährigen Elise-Fahrern hört man häufig, dass bei der Elise immer das fahrerische Können und nicht die Leistung das Entscheidende ist. Andere sind der Meinung, Leistung kann man nie genug haben. Der Fahrspaß, den eine Standard Elise mit nur 120 PS bietet, sollte nicht unterschätzt werden. 120 PS hört sich sehr wenig an, vergleicht man aber das Leistungsgewicht z. B. mit dem Porsche Boxster gleichen Baujahrs, so hat dieser zwar fast doppelt so viel PS, aber auch fast doppelt so viel Leermasse.

Alles was die Fahrleistungen erhöht, wie Motorleistung, Bremsen, Fahrwerk, Reifen, führt dazu, der Grenzbereich immer schmäler und der Fahrer zunehmend überfordert wird. Die Leistung jeder Elise kann über Motortuning oder Motorumbau erhöht werden. Durch klassisches Tuning (Kopfbearbeitung, scharfe Nockenwellen) sind beim Original-Rover-Motor ca. 160 bis 170 PS möglich, bei extremen Umbauten auch über 200 PS. Mit Austauschmotoren (Honda, Ford, Audi) erreicht man mit TÜV-Eintragung rund 200 bis 250 PS. Für Rennfahrzeuge wurden schon über 350 PS verbaut.

Man sollte stets bedenken, dass Leistungssteigerung entweder viel Geld kostet oder auf Kosten der Lebensdauer und/oder Zuverlässigkeit geht. Einen Motor bauen, der kurzfristig viel Leistung bringt, kann fast jeder. Einen Motor zu bauen, der unter allen Umständen (Temperatur, Feuchte, Höhe) sauber läuft und langlebig ist, erfordert viel Wissen und Erfahrung und das lassen sich namhafte Tuner zu Recht teuer bezahlen. Außerdem erfordert es Know-How, das Geld nur für die Komponenten auszugeben, die für Leistung und Haltbarkeit entscheidend sind.

Bei einem Gebrauchtwagenkauf kann es wirtschaftlicher sein, wenn man gleich ein Modell mit der gewünschten Leistung kauft, als wenn man das Standardmodell später selbst leistungssteigern lässt. Allerdings sollte man sich genau informieren, wer die Leistungssteigerung vorgenommen hat, was gemacht wurde, ob alles TÜV-eingetragen ist und sich im Klaren sein, dass bei einem getunten Motor meist eine größere Gefahr besteht, dass man später Motorprobleme hat, als bei einem Motor im Originalzustand.


Rechts-/Linkslenker

Die Elise S1 wurde ab Werk sowohl als Rechts- wie auch als Linkslenker gebaut. Es ist nicht bekannt, wie viele Modelle genau als Rechts- und wieviel als Linkslenker ausgeliefert wurden. Einige Varianten wie die Sport 135 wurden nur als Rechtslenker gebaut. Anhand der Produktions- und Zulassungszahlen in UK kann man davon ausgehen, dass ca. 2/3 aller Elise S1 ab Werk als Rechtslenker gebaut wurden. Dementsprechend sind original Linkslenker auf dem Gebrauchtmarkt teurer (und weil die Nachfrage größer ist).

Viele später gebraucht aufs Festland importierte Elisen wurden nachträglich von Rechts- auf Linkslenker umgebaut. Dies ist bei der S1 vom Chassis her vorgesehen und von einem Fachmann im Vergleich zu anderen Fahrzeugen mit relativ geringem Aufwand möglich. Der Umbau kann komplett mit original Lotus-Teilen oder teilweise auch mit Teilen von Drittanbietern erfolgen. Dementsprechend richtet sich der Preis für eine umgebaute Elise danach, wer den Umbau durchgeführt hat und welche Teile dafür verwendet wurden. Hochwertige Umbauten erreichen fast die Preise von original Linkslenkern.

Einen Umbau erkennt man in jedem Fall an der FIN, da darin mit einem Buchstaben codiert ist, ob das Fahrzeug ab Werk als Rechts- oder Linkslenker ausgeliefert wurde und das Fahrzeug auch nach einem Umbau die FIN behält.

Vereinzelt wurden auf dem Gebrauchtmarkt auch schon Umbauten angeboten, deren technische Ausführung nicht den Herstellervorgaben entsprach. Zum Beispiel wurde der Mitteltunnel und Heizlüftung nicht versetzt. Solche Fahrzeuge sollte man auf keinen Fall kaufen, da hier die Gefahr besteht, dass die Arbeiten an Bremse, Pedalhalter und Lenkung mit der selben mangelnden Sorgfalt/Fachkenntnis durchgeführt wurden.

Allgemein

Vorteile der S1 gegenüber den späteren Modellen:
+ Das Design (ist natürlich Geschmackssache - nur ein Vorteil, wenn man auf das rundliche Retro-Design steht)
+ Geringes Gewicht (vor allem vor Mitte 1998) - die späteren Modelle wurden kontinuierlich schwerer
+ Gilt heute schon als Klassiker
+ Umbau von Rechts- auf Linkslenker (s. o.) günstiger als bei den späteren Modellen
+ Service-Klappe kann ohne Werkzeug geöffnet werden
+ Weitreichende Modifikationen an Fahrwerk und Bremse möglich, da kein ABS, ESP usw.
+ Viele Fahrwerke und Einstellungen für den eigenen Einsatzzweck verfügbar

Nachteile der S1 gegenüber den späteren Modellen:
- Alle Vorteile der S2 (siehe Kaufberatung Elise S2) fehlen
- Noch relativ viele Schwachstellen
- Einige Ersatzteile werden nicht mehr produziert
- Verdeck nicht komplett dicht
- Kleinerer Kofferraum als bei den meisten späteren Modellen (dafür jedoch mehr Platz hinter den Sitzen)
- Kein ABS, Stabilitäs- oder Traktionskontrolle, Airbags
- Originalfahrwerk veraltet (wurde aber bei den meisten Autos bereits ersetzt)
- Keine standardisierte OBD (Motordiagnose) Schnittstelle
- Wird von vielen andere Verkehrsteilnehmern als Oldtimer und nicht als Sportwagen wahrgenommen, was das "überholen lassen" erschwert


Gebrauchtkauf:
Quelle Elmar Brunsch:
"Im Internet gilt es - wie bei allen Fahrzeugen - das Angebot genau zu studieren. Seit einiger Zeit werden einige Elise in den Niederlanden (z. B. Eindhoven-Airport) angeboten. Die Preise liegen oft zwischen 10 bis 16 Tsd. EUR. In der Regel handelt es sich dabei um Importfahrzeuge aus Großbritannien (Rechtslenker). Diese Autos befinden sich selten in dem Pflegezustand wie wir ihn in Deutschland kennen (z. B. ganzjährig im Freien geparkt mit viel Korrosion) oder sind Unfallwägen. Ich habe mir bei Gelegenheit mal ein paar der Autos angesehen und würde von allen abraten! Sollte jemand trotzdem ein brauchbares Exemplar finden, muss man sich entweder mit dem Rechtslenker abfinden oder einen teuren Umbau auf Linkslenker vornehmen.

Eine gepflegte, unfallfreie Elise S1 ohne krankhafte Umbauten (Flugzeugspoiler o.ä.) wird man mit etwas Glück für etwa 20-25 Tsd. EUR finden, wobei die Preise sehr stabil sind und für originale Elisen der ersten Serie eher steigen als fallen werden. Das Wort Wertanlage ist für eine Elise nicht völlig unpassend."

In der Regel muss man bei Elisen unter 20 Tsd. EUR für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb nach dem Kauf so viel Geld für Ersatzteile und Reparaturen aufwenden, dass man langfristig in Summe wieder bei annähernd 20 Tsd. EUR landet.


Bei der Elise gibt es gegenüber anderen Youngtimern zwei Besonderheiten:

Fahrzeuge mit sehr wenigen Kilometern (im Englischen "Garage Jewelry" genannt) sind außer für Sammler nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Will man diese Fahrzeuge auch fahren, wird man häufig enttäuscht sein. Das reicht von alten Reifen, über nicht behobene Rückrufaktionen, Anfälligkeiten durch fehlende Kundendienste (der Kundendienst ist jährlich fällig, auch ohne Fahrleistung), klapperndes/schwammiges Fahrwerk (die Buchsen altern auch ohne Fahrleistung und wahrscheinlich sind noch die alten roten Koni-Stoßdämpfer verbaut). Um diese Fahrzeuge auch aus fahrerischer Sicht in einen guten technischen Zustand zu bekommen, muss zum hohen Anschaffungspreis meist nochmal viel Geld ausgegeben (z. B. Reifen, Fahrwerküberholung, großer Service mit Wechsel von Zahnriemen und aller Flüssigkeiten) werden. So kann es unter Umständen unter dem Strich günstiger sein, ein Auto mit höherer Laufleistung aber gutem technischen Zustand zu kaufen.

Die zweite Besonderheit ist, dass Fahrzeuge, die auf der Rennstrecke bewegt wurden, einen Käufer nicht abschrecken sollten. In der Regel sind hier meist viele Schwachstellen behoben und Verbesserungen wie großer Alu-Kühler, Ölkühler, Stahlfelxbremsleitungen eingebaut, so dass diese Autos meist zuverlässig und mit verbessertem Handling sind. Die Elise hat Rennsport-Gene und leidet nicht unter Rennstreckenbetrieb. Z. B. schädigt jedes Ampelrennen durch einen Dilettanten das Getriebe mehr als ein ganzer Trackday durch einen erfahrenen Hobby-Rennfahrer, der mit Zwischengas schaltet.
Nachteile von Fahrzeugen mit Rennstreckeneinsatz sind jedoch häufig, dass sogenannte Upgrades (Bremsen, Fahrwerk, Leistungssteigerung) verbaut sind, die nicht der StVZO entsprechen und/oder nicht eingetragen sind (siehe auch unten unter Originalzustand). Es kann sein, dass das Fahrwerk zu sehr auf die Rennstrecke abgestimmt ist. Dies äußert sich z. B. in zu wenig Bodenfreiheit, zu wenig Fahrkomfort und/oder einem extrem schmalen Grenzbereich am Limit, der keine Fahrfehler verzeiht. Schließlich habe dieses Autos häufig mehr Steinschläge an der Front (die "klebrigen" Renn-Reifen des Vordermanns nehmen mehr Dreck von der Fahrbahn auf, der nach hinten weggeschleudert wird).


Es ist empfehlenswert sich über die Foren einen erfahrenen Elise Besitzer/Schrauber zu suchen, der mit zur Besichtigung kommt. Schwerwiegende Mängel, die später zu teuren Reparaturen führen können, sind teilweise selbst für Experten nur schwer zu entdecken.

In England und Deutschland gibt es auf die Elise spezialisierte Zwischenhändler. Gegen eine Provision vermitteln diese in den meisten Fällen den gewünschten Gebrauchtwagen (Typ, Farbe, Kilometerstand, ...).
Wer eine Elise direkt in England kauft, sollte sehr vorsichtig bei Umbauten oder Motortuning sein. Einiges, was dort problemlos im Straßenverkehr gefahren wird (z. B. Einzeldrosselklappen), kann in Deutschland nicht oder nur mit Schwierigkeiten/sehr hohen Kosten vom TÜV abgenommen werden.

In diesem Wiki kann man sich über die bekannten Schwachstellen der S1 informieren. Diese sollten beim Kauf besonders beachtet und die Kosten für das Beseitigen der Schwachstellen und die Ersparnis durch bereits behobene Schwachstellen eventuell beim Kaufpreis berücksichtigt werden.

Außerdem sollte man sich spätestens bei der Probefahrt über die "Dinge, die man mit einer Elise nicht tun sollte", im Klaren sein.


Originalzustand
Meist wirken sich Umbauten an der Elise negativ aus den Verkaufspreis aus. Auf dem Gebrauchtmarkt erzielen Fahrzeuge im Originalzustand meist die besseren Preise gegenüber sogenannten "Bastelelisen". Eine Rückrüstung auf den Originalzustand ist meist teuer. Bei weitreichenden Umbauten wie zum Beispiel der Einbau eines anderen Motors (Ford, Honda, Audi) sollte man sorgfältig prüfen, ob diese fachmännisch durchgeführt wurden und in Deutschland legal sind. Keine negative Auswirkung auf den Preis hat natürlich die Beseitigung der bekannten Schwachstellen und der Tausch von Verschleißteilen. Bei einigen sogenannten Upgrades wie z. B. einem Ölkühler ist sich die Szene nicht einig, ob dies eine sinnvolle Beseitigung einer Schwachstelle ist oder überflüssige Bastelei. Bei Gebrauchtfahrzeugen - insbesondere aus dem Ausland - sind häufig folgende Teile (mit zum Großteil in Deutschland nicht erlaubten Teilen) ersetzt:

Eine frische TÜV-Plakette ist keine Garantie, dass sich eine Elise in einem komplett legalem Zustand befindet, da auch Prüfer das eine oder andere "Upgrade" bewusst oder unbewusst übersehen oder legale Teile (Fegen/Reifen, Fahrwerk, Abgasanlage) nur zur Vorführung montiert werden.


Sonderausstattung
Im Gegensatz zu vielen aktuellen Pkw war die Sonderausstattungsliste der Elise-Familie schon immer überschaubar. Die Liste Unterschiede der Modelle zeigt, welche Ausstattungen Serie und optional erhältlich waren.
Die wichtigste Sonderausstattung, die nur mit großen Aufwand nachrüstbar ist, ist die Klimaanlage. In der Szene ist sehr umstritten, ob man diese in der Elise braucht. Befürworter führen gerne das Argument an, dass sie was wirksamste Mittel gegen beschlagene Scheiben ist. Gegner stört das Mehrgewicht und dass eine Klimaanlage nicht zur puristischen Elise passt.


Welche Upgrades braucht man?
Für die Elise gibt es zahlreiche Händler, die jede Menge zum Nachrüsten anbieten. Für Neubesitzer ein verlockendes Angebot, das neue Schätzchen gleich ordentlich aufzupeppen. Erstaunlicherweise gibt es in allen Foren Diskussionsthemen mit „Welche Upgrades bereut ihr“ und meist sind es genau die Teile, die Neubesitzer sich als erstes einbauen wollen, die später nerven und wieder ausgebaut werden und das Geld sinnlos ausgegeben wurde. Es gibt ein paar Schwachstellen, die man beheben soll, darüber hinaus ist weniger langfristig manchmal mehr. Die die Liste der am häufigsten bereuten Upgrades:

  • laute Sportabgasanlagen
  • Fahrwerksteile für die Rennstrecke im Straßenverkehr
  • 4-/6-Punktgurte (behindern z. B. beim Kontrollieren, ob die Straße, in die man einfahren will, frei ist oder sorgen dafür, dass man ein Parkticket nicht mehr in die Schranke einstecken kann)
  • offener Luftfilter
  • Rennbremsen (quietschen unerträglich und erzeugen unglaublich viel Bremsstaub)
  • Front- und Heckspoiler

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte man darauf achten, welche Teile durch Upgrades ausgetauscht wurden und immer fragen, ob die Originalteile noch vorhanden und im Kaufpreis dabei sind. Eine Rückrüstung auf den Originalzustand kann manchmal erstaunlich teuer werden.


Checkliste beim Gebrauchtwagenkauf:
Die üblichen Checks beim Gebrauchtwagenkauf, plus:

  • Wann wurde der letzte C-Service (Zahnriemenwechsel) gemacht (Fälligkeit siehe Serviceplan)
  • Lack (Risse oder Blasen)
  • Dellen im Bodenblech oder Rahmen des Chassis
  • Querlenker gerade, kein Spiel in den Buchsen
  • Stabilisator spielfrei
  • Kein Spiel an den hinteren Spurstangen
  • Dämpfer trocken, Federn nicht verrostet
  • Kein Lenkspiel, sauberer Geradeauslauf, keine Vibrationen am Lenkrad spürbar
  • Keine Geräusche beim Schalten, Kuppeln (Ausrücklager), Rückwärtsgang testen
  • keine Öllecks (vor dem Hinterrad mit einer Taschenlampe innen auf das Bodenblech schauen)
  • Lüfter (macht er Geräusche? Schaltet er (an bei 102 °C, aus bei 96 °C)?)
  • Benzinpumpe muss nach Einschalten der Zündung für ca. 3 Sekunden laufen und Druck aufbauen, dann ausgehen und nach Starten des Motors leise laufen
  • Kühlmittelbehälter sauber? Keine Anzeichen von HGF? Kein Kühlmittel im Bereich hinter dem Kühlergrill oder im Bereich der Vorderräder
  • Öl ohne Schlamm (leichter Benzingeruch im Öl ist beim Rover K normal)
  • Abgasanlage dicht
  • Schließt das Dach und sind alle Nähte noch intakt
  • Türscharniere ohne Spiel
  • Zustand Bremsscheiben und Beläge
  • Bei Autos in England kann mit dem letzten MOT-Bericht (englische Version des TÜV) alle bisherigen MOT-Ergebnisse in einer Datenbank einsehen

Unfallfahrzeuge

Der Rahmen der Elise besteht aus verklebten Aluminium-Profilen. Wird der Rahmen bei einem Unfall beschädigt, gilt das Fahrzeug als Totalschaden. Zwar ist die Reparatur des Rahmens technisch theoretisch möglich, allerdings hat Lotus nie ein Reparaturverfahren entwickelt, getestet und spezifiziert.
Wenn also der Rahmen verbogen, verzogen oder die Fahrwerksaufnahmen ausgerissen sind, ist der Rahmen (für den Straßenverkehr) irreparabel beschädigt. Solche Fahrzeuge werden meist als Teilespender ausgeschlachtet.
Wenn man viel Muße hat, kann man natürlich auch den gesamten Rahmen gegen einen neuen oder gebrauchten Rahmen tauschen.

Der Heckausleger (rear subframe) ist verschraubt und kann repariert (da Stahl und kein Alu) oder getauscht werden.

An den Alu-Rahmen sind zahlreiche Teile angeklebt (Windschutzscheibenrahmen, vordere Crashbox, Seitenschweller). Diese dürfen entfernt und neue Teile angeklebt werden. Im Service Manual sind Reparaturmethoden vorgegeben und ausführlich beschrieben.

Kleinere Beschädigungen an den Clamshells (vordere und hintere GFK-Hüllen) oder Türen können durchaus fachgerecht instand gesetzt werden, wenn man weiß, wie es korrekt durchgeführt wird. Die GFK-Teile gibt es auch als Ersatzteile (neu oder von ausgeschlachteten Elisen). Die GFK-Teile sollten beim Lackieren nicht erhitzt werden. Sie erfordern außerdem bei der Vorbereitung zur Lackierung mehr Aufwand, was sich meist im Preis für eine Lackierung niederschlägt.


Unterhaltskosten

Benzinverbrauch

Für die meisten Elise-Fahrer steht der Fahrspaß im Vordergrund. Welcher minimale Verbrauch bei sparsamer Fahrweise erreicht werden könnte, ist nicht bekannt. Ein üblicher Wert in der Praxis bei nicht allzu sportlicher Fahrweise sind durchschnittlich rund 7 Liter auf 100 km für die Standard Elise bis 13 Liter auf 100 km für die Sport 190. Bei getunten Motoren oder auf der Rennstrecke kann der Verbrauch bis auf über 20 Liter auf 100 km anwachsen.

Versicherung

Versicherung ist ein kleines Problem bei der Elise/Exige. Da sie keine Typnummer hat, kann man keine Online-Preisvergleiche nutzen. Die Einstufungen der unterschiedlichen Versicherer schwanken extrem. Einige behandeln die Elise wie einen Mazda MX-5, andere wie einen Ferrari. Einige Versicherer machen gar kein Angebot. Man muss also möglichst viele Versicherer für ein individuelles Angebot anfragen. In allen Foren finden sich hierzu Themen. Mit etwas Mühe sollte es möglich sein, die Elise zu einem Preis unter normalen Mittelklassewagen versichert zu bekommen.

Verschleißteile

Die Versorgung mit Verschleißteilen ist in Anbetracht des Baujahrs unproblematisch. Bei Reifen, Bremsen, Federn/Stoßdämpfern gibt es eine große Auswahl und die Serviceteile für den Rovermotor sind relativ günstig zu bekommen.
Ein Satz Bremsen (4x Scheiben + 4x Beläge) kosten ab 400 €.
Ein Satz Reifen kostet ab 350 € (z. B Toyo T-1R inkl. Montage) und hält über 15000 km. Leistungsfähigere Reifen (z. B. Toyo R-1R) kosten entsprechend mehr. Semi-Slicks kosten bis zu 1200 € pro Satz und halten nur ca. 5000 km.

Ersatzteile

Ersatzteile werden fast alle noch von Lotus produziert. Die Verfügbarkeit ist meist gut und die Preise auf dem üblichen Niveau von Originalhersteller-Ersatzteilen. Zunehmend mehr Teile werden auch von Drittanbietern gebaut, allerdings mit unterschiedlicher Qualität. Zahlreiche Teile der Elise wurden auch von anderen Fahrzeugen übernommen und sind gut über den Neu- und Gebrauchtteilemarkt dieser Fahrzeuge verfügbar. Außerdem gibt es Händler, die sich auf das Ausschlachten und den Handel mit Gebrauchtteilen der Elise spezialisiert haben.

Werkstattkosten

Durch die puristische Ausstattung ist wenig verbaut, das kaputt gehen kann. Neben der planmäßigen Wartung sind es meist Motorprobleme (z. B. HGF), Probleme mit der Elektrik, Verschleiß an Fahrwerksteilen oder Unfallschäden (selbstverschuldet oder die Elise wird gern übersehen, vor allem die Front beim Parken), weswegen man eine Werkstatt aufsuchen muss. Über die Foren bekommt man Tipps zu Werkstätten in der Nähe. Der Service kostet zwischen ca. 450 € für den Service A und ca. 750 € für den Service C.