Urlaubsvorbereitung: Unterschied zwischen den Versionen

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* In Kreisverkehren mit mehreren Fahrspuren haben die Fahrzeuge, die innen fahren, Vorrang.
 
* In Kreisverkehren mit mehreren Fahrspuren haben die Fahrzeuge, die innen fahren, Vorrang.
 
* Bei einer roten Ampeln mit gelb-blinkendem Pfeil darf in die durch den Pfeil angezeigte Richtung weiter gefahren werden. Der Querverkehr hat Vorfahrt.
 
* Bei einer roten Ampeln mit gelb-blinkendem Pfeil darf in die durch den Pfeil angezeigte Richtung weiter gefahren werden. Der Querverkehr hat Vorfahrt.
* ab 1.7.2018 Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen
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* ab 1.7.2018 Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen ohne Mittelstreifen
 
* Bei Regen gilt auf Autobahnen generell ein Tempolimit von 110 km/h
 
* Bei Regen gilt auf Autobahnen generell ein Tempolimit von 110 km/h
 
* Blitzen von hinten ist möglich. Fest installierte Blitzer können zum Teil beide Fahrtrichtungen erfassen. Man zahlt auch bereits bei einer sehr geringen Überschreitung von nur wenigen km/h relativ hohe Bußgelder.
 
* Blitzen von hinten ist möglich. Fest installierte Blitzer können zum Teil beide Fahrtrichtungen erfassen. Man zahlt auch bereits bei einer sehr geringen Überschreitung von nur wenigen km/h relativ hohe Bußgelder.

Aktuelle Version vom 5. Juli 2018, 10:59 Uhr


Allgemein

Wenn man behauptet, mit der Elise/Exige kann man nur Kurztrips machen, weil der Kofferraum zu klein ist, muss man aufpassen, wer der Gesprächspartner ist. Von Motorradfahrern erntet man nur ein mitleidiges Kopfschütteln und den Spruch "Du musst ja nicht mal einen Regenkombi mitnehmen".

In der Tat ist es so, dass größere Reisen mit der Elise/Exige mit zwei Personen größere Vorbereitungen und gegenüber 'normalen' Autos unter Umständen leichte Einschränkungen erfordern, aber durchaus entspannt und sehr spaßig sein können.

User dk schrieb im Forum sehr treffend: "da passt mehr rein als man denkt: Brauchst nur die richtigen Beutel, die richtige Einstellung und die richtige Beifahrerin"

Reiseplanung

Aufwand und Umfang der Reiseplanung hängt natürlich stark von den persönlichen Vorlieben ab. Wer gerne spontan fährt und von Tag zu Tag plant, braucht keine große Planung. Je nach Saison muss man dann allerdings relativ früh am Zielort sein und verbringt, wenn man Pech hat, viel Zeit mit der Suche einer Unterkunft.

Wer Hotels lieber reserviert, kann das heutzutage bequem übers Internet oder Mobiltelefon machen (z. B. booking.com) und bekommt dann zum Teil sogar bessere Preise als vor Ort. Nach meiner Erfahrung bekommt man bei Buchungen über Online-Agenturen mit Bewertungen bei leeren Hotels oft bessere Zimmer oder kostenlose Upgrades, in der Hoffnung, dass man dann eine gute Bewertung schreibt.

Wer Ideen für Routen sucht, findet unter dem Stichwort Motorradtouren im Internet und im Buchhandel (z. B. Bruckmann Verlag) viele Tipps. Allerdings sollte man besonders darauf achten, dass die Straßen befestigt sind. Motorradrouten führen auch gerne mal über sehr schmale Straßen.

Zur Routenplanung gibt es inzwischen zahlreich kostenlose Programme wie Google Maps, GPSies, Route Konverter, Tyre usw. Vorsicht ist allerdings bei den Zeitangaben geboten, da manche Programme bei Pässen und kurvigen Straßen teilweise extrem optimistisch schätzen. Diese Routen können dann auch auf viele Navigationsgeräte übertragen werden (siehe z. B. Reiserouten mit TomTom)

Die Länge der Tagesetappen hängt vom Schwierigkeitsgrad der Strecke, der eigenen Kondition und dem Rahmenprogramm ab. Ein Anfängerfehler ist es, zu lange Etappen zu planen und Pausen zu vergessen. Dies führt zu unnötiger Hektik, Zeitdruck und dazu, dass man schöne Strecken nicht genießen kann. Außerdem sollten man auch immer mit Verkehr und schlechtem Wetter rechnen.

Wer nicht gerne bei Regen fährt, sollte die Routen sternförmig um wenige Hotels anordnen.

Technische Vorbereitung

  • Prüfen auf Vollständigkeit und Ablaufdatum des Verbandskastens (inkl. Warndreieck, Aidshandschuhe und Warnweste)
  • Haltbarkeitsdatum des Reifensprays prüfen
  • Prüfen des Zustands des Wischergummis
  • Kleine Inspektion oder A-Service
    • Reifenprofil und Reifenzustand
    • Prüfen des Reifendrucks
    • Dicke der Bremsscheiben, -beläge, Stand der Bremsflüssigkeit
    • Waschwasser
    • Ölstand
    • Kühlwasserstand
    • Check aller Glühlampen

Fahrwerkshöhe

Geländegängigkeit
Bei größeren Touren besteht immer die Gefahr, dass man z. B. durch Baustellen, über steile Tiefgaragenabfahrten oder auf unbefestigte Parkplätze fahren muss. Hier ist es angenehm, wenn man sich nicht jedes Mal Sorgen um den empfindlichen Alu-Unterboden machen muss. Ab einer Mindestbodenfreiheit von 120 mm hat man meist keine Probleme mehr.

Fähren und Autozüge
Die notwendige Bodenfreiheit hängt extrem stark von der Reederei/Bahngesellschaft und der Bauweise der Fähre ab. Hier gilt, je höher das Auto ist, desto besser. Entscheidend ist manchmal die Verlademannschaft. Die Bandbreite der Erfahrungen dazu im Internet reicht von sehr freundlich, hilfsbereit und "kamen sofort mit Laderampen, Balken und Hölzern gerannt" bis hin zu "Entweder Du fährst da jetzt rauf oder ich ziehe Dich aus dem Auto und fahre selbst rauf". Eine Anfrage bei der Reederei/Bahngesellschaft im Vorfeld kann hilfreich sein, ist aber keine Garantie, dass man Beschädigungsfrei auf die Fähre/Bahn kommt. Hängt auch sehr stark davon ab, wie ausgebucht die Fähre ist.

Bei einigen Fähren hilft selbst bei normaler Fahrwerkshöhe nur das Verladen auf einem Anhänger.

Normalerweise ist man mit einer Mindestbodenfreiheit von 120 mm auf der sicheren Seite.


Gepäck und Stauraum

Beim Gepäck gibt es zwei gängige Strategien. Entweder feste, exakt in den Kofferraum eingepasste Taschen (z. B. Roadsterbag) oder flexible Stofftaschen (z. B. Reisenthel mini maxi travelbag).

Wichtig ist auch den Stauraum hinter den Sitzen möglichst optimal zu nutzen. Dort wird es nicht so warm wie im Kofferraum. Bei der Elise/Exige S1 kann man auch noch kleine Freiräume im Service Kompartment nutzen. Z. B. kann man das Shower Cape auf dem Radhaus der Fahrerseite unterbringen. Aber man sollte nichts Schweres auf die Radhäuser packen, da diese nicht sehr stabil (befestigt) sind.

Viel Platz braucht auch das Verdeck. Hier sollte man ausprobieren, wo die platzsparende Unterbringung ist (siehe auch Verstauen des Verdecks bei schönem Wetter). Ein kapitaler Fehler ist, mit montiertem Verdeck zu packen und keinen Platz für das Verdeck freizulassen.


Packliste

Die folgende Liste ist nur als Anregung/Beispiel gedacht. Bitte den eigenen Bedürfnissen, Aktivitäten und dem Reiseziel anpassen.

Fürs Auto

  • Fahrzeugschein, ABEs
  • Bei Autos ohne Dach:
    Soft-Top und Shower Cape (Das Shower Cape hat sich vor allem als Schutz gegen Sonne, Vogelkot auf den Sitzen und als Sichtschutz bewährt.)
  • Kopie des Schutzbriefs (ADAC, AVD, über die Kfz-Versicherung...) und Notfallnummer
  • Grüne Versicherungskarte (in den meisten Ländern nicht mehr Pflicht, aber hilfreich)
  • Versicherungsvordruck zum Aufnehmen eines Unfalls
  • Straßenkarten (ggf. als Kopie in Klarsichtfolie)
  • Navigationsgerät mit Ladekabel
  • Kappe (Sonnen-/Blendschutz), ggf. Ersatzkappe
  • Sonnenbrille
  • Ohrstöpsel
  • Stift und Post-It
  • USB-Ladegerät für Zigarettenanzünder
  • Mechaniker-Handschuhe (Schutz vor Schmutz, Verbrennungen, Schnittverletzungen)
  • Einen Lappen für Öl o. ä., ein kleines Handtuch für Wassereinbrüche, ein Mikrofasertuch für beschlagene Scheiben
  • Ducttape/Gewebeklebeband
  • Kabelbinder
  • Minimalausstattung Werkzeug (für die, die damit umgehen können):
    • Kleine Ratsche mit den gängigen Nüssen (8, 10, 13) und Bits oder Schraubendreher
    • Kombizange und Seitenschneider
    • Kleinen Rollgabelschlüssel
    • Eine Unterlage zum Drauflegen wenn man das Bodenblech des Motorraums abnehmen will
  • Ggf. Putzmittel für Waschboxen (Minimum: etwas um die Seitenscheiben reinigen zu können und etwas um Vogelkot beseitigen zu können)
  • Ersatzsicherungen (können gut im Sicherungskasten aufbewahrt werden)
  • Ggf. Ersatzglühbirnen (z. B. wenn im Reiseland Pflicht s.u.)
  • Ggf. ein kleines Fläschchen mit Motoröl (Vorsicht - diese Dinger haben den zwanghaften Drang früher oder später auszulaufen)
  • Bei Elise S1 mit WFS Lucas 5AS: Ersatzbatterie (CR2032) für Handsender

Allgemeines

Am Mann

  • Geld und Dokumente (EC-Karte, Kreditkarte, Ausweis, Führerschein)
  • Mobiltelefon
  • Ggf. Zweitschlüssel für den Beifahrer
  • Liste mit Notfallnummern (z. B. zum Sperren der Kreditkarte)

Kleine Reisetasche

  • Reiseführer
  • Ladekabel für Mobiltelefon
  • Foto mit Ladekabel und Ersatzspeicherkarten
  • Ggf. kleiner Regenschirm
  • Routenplan, Hotelreservierungen mit Kontakt-Telefonnummern
  • Kleine Taschenlampe oder Stirnlampe
  • USB-Ladegerät für Steckdose
  • Wasser-/Getränkeflasche
  • Ggf. Wörterbuch (für Fremdsprachen)
  • MP-3 Player und/oder Kopfhörer/Headset fürs Smartphone
  • E-Book-Reader mit Ladekabel

Persönliches

Kleidung
Kleidung nur für 6 bis 8 Tage einpacken und im Urlaub im Hotel waschen lassen. Ggf. bei der Buchung überprüfen, dass während der Reise ausreichend Hotels dabei sind, die diesen Service anbieten.

  • Lange Hose/n
  • Kurze Hose/n
  • Badehose/Bikini
  • T-Shirts/Unterhemden
  • Socken
  • Unterwäsche
  • Hemd/en oder Bluse/n kurz
  • Hemd/en oder Bluse/n lang
  • Pulli/Sweatshirt/Hoodie/Fleece
  • Jacke
  • Schuhe
  • Sandalen/Badeschlappen

Kosmetik
(Je nach Hotelklasse und persönlichem Anspruch kann man hier einiges zu Hause lassen oder nur Notrationen mitnehmen, da z. B. Seife, Duschgel, Shampoo... fast immer in den Zimmern bereit liegt.)

  • Sonnencreme
  • Zahnbürste, -pasta, -seide
  • Duschgel
  • Deo, Parfüm
  • Haarbürste/Kamm, -gel, -wachs, -schaum, Shampoo...
  • Rasieren (elektrisch oder Nass + Schaum, After-Shave...)
  • Nagelschere/-feile
  • Kontaktlinsen usw.
  • Schminke
  • Tampons, Slipeinlagen
  • Kondome
  • Desinfektionstücher
  • Handcreme, Körperlotion, After-Sun...
  • Taschentücher

Sonstiges

  • regelmäßig eingenommene Medikamente, kleine Reiseapotheke, Impfpass, Mittel gegen Muskelverspannung nach "Zug" (z. B. Tiger Balm, Votaren)
  • Reisewaschmittel
  • Reisewecker (wenn nicht im Smartphone)
  • Reiseföhn mit Steckdosenadapter (in Italien i. d. R. selbst in der günstigsten Zimmerkategorie in Hotels vorhanden)
  • Mückenschutz


Besonderheiten im Ausland

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten mit Tipps zu Fahrten im Ausland (z. B. ADAC Ratgeber). Im Folgenden wird nur noch mal auf ein paar Besonderheiten hingewiesen.

Frankreich

  • Vorsicht im Kreisverkehr: bei unbeschilderten Kreisverkehren hat der einfahrende Verkehr Vorfahrt!!!
  • Tagfahrlicht bei Regen und Schneefällen sowie in Tunneln
  • In Kreisverkehren mit mehreren Fahrspuren haben die Fahrzeuge, die innen fahren, Vorrang.
  • Bei einer roten Ampeln mit gelb-blinkendem Pfeil darf in die durch den Pfeil angezeigte Richtung weiter gefahren werden. Der Querverkehr hat Vorfahrt.
  • ab 1.7.2018 Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen ohne Mittelstreifen
  • Bei Regen gilt auf Autobahnen generell ein Tempolimit von 110 km/h
  • Blitzen von hinten ist möglich. Fest installierte Blitzer können zum Teil beide Fahrtrichtungen erfassen. Man zahlt auch bereits bei einer sehr geringen Überschreitung von nur wenigen km/h relativ hohe Bußgelder.

Italien

  • Vor Kuppen, vor und auf Bahnübergänge ist generell Überholverbot
  • Linienbusse haben an Pass- und Berg­straßen IMMER Vorfahrt (egal ob bergauf oder bergab)
  • Vorsicht im Kreisverkehr: bei unbeschilderten Kreisverkehren hat der einfahrende Verkehr Vorfahrt!!!
  • Lichtpflicht am Tag Außerorts
  • Nachts (22:00 - 6:00 Uhr) kostet Geschwindigkeitsüberschreitung das Doppelte
  • Ersatzglühlampen Pflicht
  • Man sollte für jeden Insassen eine Warnweste haben
  • Man braucht offiziell noch den "D"-Aufkleber, auch bei Euro-Nummernschild.
  • Was Italiener dürfen (Rotlichtverstöße, Überholverbot, Tempolimit, Parkverbot...), dürfen Elise-Fahrer mit dem falschen Kennzeichen noch lange nicht, vor allem, wenn man nicht mit den Herren diskutieren kann, so wie die Einheimischen. Tickets kommen zum Teil erst nach fast einem Jahr.
  • Man kann auch als Ausländer Punkte sammeln und ein Fahrverbot in Italien bekommen.
  • Blitzen von hinten ist möglich. Manche fest installierte Blitzer erfassen die Geschwindigkeit in Fahrtrichtung relativ spät, sodass es teure Fotos gibt, wenn man nach Passieren des Blitzers (zu früh) Gas gibt.
  • Italienische Kraftfahrer nehmen viel Rücksicht auf Rennradfahrer, egal ob einzeln oder in Gruppen. Entsprechend verhalten sich die Radfahrer auch. Auf Verhalten gegenüber Radfahrern, wie es bei uns üblich ist (z. B. illegale Abstände beim Überholen von deutlich unter 1,5 m), reagiert man dort seitens der Radfahrer wie auch anderer Verkehrsteilnehmer mit Unverständnis und Ärger.

Kroatien

  • Höchstgeschwindigkeit Außerorts: 80 km/h
  • Taglichtpflicht (Abblendlicht) von Ende Oktober bis Ende März Pflicht
  • Reservekanister müssen beim Grenzübertritt leer sein

Österreich

  • Vorsicht im Kreisverkehr: bei unbeschilderten Kreisverkehren hat der einfahrende Verkehr Vorfahrt!!!
  • Die Elise ist mit den in Österreich verwendeten Radarpistolen extrem schwer zu messen, da fast nur das Nummernschild zurückstrahlt. Allerdings darf dort die Polizei das Tempo bei Überschreitung schätzen. Argumentation meist zwecklos. Der durchschnittliche Kiberer (öster. Polizist) ist zum Glück eher Lotus-Fan und mag keine extrem-getunten VW, aber Ausnahmen...
  • Tagfahrlicht immer
  • Beim Stoppen und Anfahren an Bushaltestellen haben Busse immer Vorfahrt

Polen

  • Tagfahrlicht immer
  • Feuerlöscher Pflicht
  • Sämtliche Verkehrsunfälle müssen der Polizei gemeldet werden

Schweiz

  • Durchdrehende Räder sind verboten (wird entweder als Lärmbelästigung oder Nichtbeherrschen des Fahrzeugs geahndet)
  • Höchstgeschwindigkeit Außerorts: 80 km/h
  • Auf Bergstraßen muss ggf. das abwärts fahrende Kfz anhalten. Postbusse haben immer Vorrang auf gekennzeichneten Berg-Poststraßen.
  • Lichtpflicht in Tunneln